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 Prosa
zu Wein und Häppchen
Seit drei
Jahren trifft sich der Werstener Literaturkreis im Bürgerhaus,
den Ratsfrau Cornelia Mohrs ins Leben gerufen hat. Zurzeit sucht der Kreis
einen neuen Raum in Wersten. Größer und gemütlicher
soll er sein. |
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Der Literaturkreis Wersten
trifft sich regelmäßig im Bürgerhaus Wersten und liest
Texte von Thomas Mann oder Orhan Pamuk.
RP-Foto: Christoph Göttert |
Cornelia
Mohrs hat eine besondere Zeitrechnung entwickelt: "50 Bücher lang
gibt es uns", sagt sie und meint damit den Literaturkreis Wersten. Heißt:
seit etwa vier Jahren. 2003 war es, als die SPD-Ratsfrau ihren ehemaligen
Deutschlehrer der Elly-Heuss-Knapp-Schule, Hans Peralta-Trostel, fragte,
ob er nicht bereit wäre, einen Literaturkreis mit zu gründen.
"Drei Leute waren wir zu Anfang", erinnert sich Mohrs.
14 Leseratten
Sie, Peralta-Trostel
und Ferdinand Singer - alle drei Sozialdemokraten. Parteigefärbt sei
der Kreis allerdings nicht. Von den 14 Leseratten, die sich derzeit an
jedem dritten Donnerstag im Monat in den Räumen der Drei-Tagesgruppe
der Awo-Kita im Bürgerhaus Wersten treffen, hat nur noch ein kleiner
Teil das rote Parteibuch. Andere Wälzer dafür umso mehr. Allerdings
entsteht in den Räumlichkeiten auf kleinen Stühlen nur schwer
das Ambiente für tiefgreifende Gespräche über Bücher
etwa von Orhan Pamuk oder Thomas Mann. Zu Beginn war die Gruppe noch in
dem Raum in der ersten Etage des Bürgerhauses. Nachdem der aber vor
zwei Jahren ausbrannte, wurde er zum Archivraum der Werstener Jonges. "Ich
finde es sehr schade, dass es für normale Bürger so schwer ist,
dort einen Raum zu bekommen, weil alle fest vergeben sind", meint Mohrs.
So waren die Werstener "Bücherwürmer" dann auch etwa ein Jahr
lang im Lehrerzimmer der Elly-Heuss-Knapp-Schule.
Doch
es zog die neun Frauen und vier Männer |
zwischen 35 und Ende 60
wieder mehr ins Zentrum des eigenen Stadtteils. "Wir sind momentan auf
der Suche nach einem neuen Raum", sagt Mohrs. Gefunden hat der Kreis allerdings
schon sein Programm bis einschließlich Mai. Alle dürfen abwechselnd
den Lesestoff aussuchen. "Lotte in Weimar" von Thomas Mann steht als Nächstes
auf dem Plan. Jeder hat immer vier Wochen Zeit, um das Buch zu lesen. Bei
den gemeinsamen Abenden wird dann darüber gesprochen. Der Einstieg
ist meist ein kleiner Vortrag über den Autor. "Dann sagt jeder etwas
zum Buch", erklärt Mohrs. Peralta-Trostel lenkt die Diskussionen mit
seinem Fachwissen. Dabei hatte sich durch die benachbarte Pizzeria auch
die Frage nach der Versorgung mit Essen und Getränken lange Zeit erübrigt.
Doch Prosa bei Pizza und Pasta - das war gestern. "Jetzt bringt jeder mal
etwas mit", so Mohrs.
Eher
Wein und Häppchen seien das nun. Doch das ist ja sowieso nur Nebensache.
Denn es komme ja darauf an, sich gemeinsam ein Buch zu erarbeiten. "Es
ist ungemein spannend zu sehen, wie unterschiedlich jeder etwas wahrnimmt",
hat Mohrs, die selbst nach eigenen Angaben sehr viel liest, festgestellt.
"Wenn einer von uns eine Figur nervig findet, kann es gut sein, dass ein
anderer das Verhalten ganz okay findet."
(Rheinische Post,
1. März 2007) |
INFO
Kontakt
Der Literaturkreis
Wersten trifft sich jeden dritten Donnerstag im Speisesaal der Tagespflege
im DRK-Zentrum, Kölner Landstr. 169. Das nächste Treffen
ist am 15. März um 19 Uhr.
Kontakt und Infos
bei Hans Peralta-Trostel, Telefon 76 76 12 oder unter www.wohlfuehlen-in-wersten.de
unter dem Link Kultur. |
 Spontane
Hilfe
Der Literaturkreis
Wersten hat eine neue Bleibe gefunden. Schon zum nächsten termin am
Donnerstag, 15. März, 19 Uhr, werden sich die "Leseratten" im Speisesaal
der Tagespflege im DRK-Zentrum an der Kölner Landstraße treffen.
"Wir haben uns den Raum angeschaut und finden ihn wirklich klasse", freut
sich Cornelia Mohrs vom Literaturkreis. "Dann müssen wir nicht
mehr auf kleinen Stühlen sitzen." Der Kreis hat sich bisher im Awo-Kindergarten
im Bürgerhaus Wersten getroffen. Mohrs hatte aufgrund des RP-Artikels
von gestern mit Sabine Kussel über den Literaturkreis gesprochen.
Die Leiterin der Tagespflege im DRK-Zentrum hatte dann spontan den Raum
angeboten.
(Rheinische Post,
2. März 2007) |

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