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 Wersten
und wie es wurde, was es heute ist. Von
Dr. Karl Dross |
 Grabungsfunde
(ein Glockenbecher und ein Faustkeil, zurzeit im Stadtmuseum) aus dem Gebiet
des heutigen Wersten lassen darauf schließen, dass schon in vorgeschichtlicher
Zeit in diesem Teil der Rheinaue gesiedelt wurde. Bis zur Regulierung des
Rheinstroms um die Mitte des 19. Jahrhunderts waren jedoch größere
Bereiche des heutigen Siedlungsgebiets von Sümpfen bedeckt, aus denen
Sandrücken herausragten, die auch bei Hochwasser nur selten überflutet
wurden und sich somit zur Besiedlung eigneten. Da bei größeren
Hochwassern der Rhein sich häufig ein anderes Bett suchte, gab es
auch auf dem Gebiet von Wersten Seitenarme des Stromes, die heute nur noch
mit Mühe auszumachen sind. Zum Beispiel die „Kuhle“ zwischen Cronenberger
Weg und Röntgenweg, die sich jenseits der Mergelgasse fortsetzt und
auch auf der anderen Seite der Ickerswarder Straße hinter der Schule
am Massenberger Kamp zu erkennen ist. |
| Der Name
„Werstin“ taucht allerdings erstmals zu Anfang des zweiten Jahrtausends
nach Christi Geburt auf und geht auf eine Anlage aus der Römerzeit
zurück. Während das linke Rheinufer fest in der Hand der Römer
war, wurden rechtsrheinisch im Vorfeld Verteidigungsanlagen errichtet,
die viele Jahrhunderte weiter genutzt worden sind und späterhin „Landwehr"
oder „Wehrhagen“ genannt wurden. Dort, wo die alte rechtsrheinische Heerstraße
diesen Wall querte, gab es wohl einen Turm: den Wehrstein. |
| Dieses
Wersten war ein Straßendorf, das sich in einigem Abstand zu Düssel
und Eselsbach an der heutigen Dorfstraße entlang zog und bis zum
Dammsteg am heutigen Zufluss des Oerschbaches in den Eselsbach reichte,
mit dem Mittelpunkt etwa dort, wo sich heute die Brücke am Werstener
Feld über die A 46 befindet. |
| Ein zweite
Ansiedlung, die schon lange ebenfalls zu Wersten gehört und sich an
der Kölner Landstraße zwischen der südlichen Düssel
und dem heutigen Werstener Kreuz befand, wurde „Windfoche“ genannt. |
Mit
freundlicher Genehmigung des Heimatvereins Werstener Jonges,
entnommen
seiner Jubiläumsbroschüre zum 50-jährigen Bestehen.

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